<<< News-ÜbersichtMedizintechnikverband wirbt für Endoprothesenregister
Für eine Teilnahme der Kliniken am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) wirbt der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed)
Berlin – Für eine Teilnahme der Kliniken am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) wirbt der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie, der morgen in Berlin beginnt.
„Ziel aller Beteiligten ist es, die Ergebnisqualität der endoprothetischen Versorgung zu messen, vergleichend zu bewerten und zu verbessern. Dafür sollte die Teilnahme der Kliniken am EPRD verpflichtend geregelt werden, um eine möglichst breite Datenbasis zu erreichen“, sagte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim Schmitt.
Das Register ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) in Zusammenarbeit mit dem AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen (vdek) und dem BVMed. Realisiert wird es durch das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut).
„Ziel ist es, mit dem Register möglichst frühzeitig eventuelle Mängel oder Komplikationen aufzuspüren. Es ist wichtig zu wissen, wo genau das Problem liegt: Sind es die verwendeten Implantate, ist es das operative Vorgehen oder vielleicht patientenspezifische Merkmale, die eine erneute Operation notwendig machen?“, erläuterte Schmitt.
Die BVMed-Mitgliedsunternehmen im Bereich des Gelenkersatzes seien bereit, dem EPRD die erforderlichen Herstellerdaten bereitzustellen und den Aufbau und Betrieb einer Implantate-Produktdatenbank zu realisieren, die für alle Hersteller offen sei.
2010 wurden in Deutschland rund 210.000 künstliche Hüftgelenke sowie 165.000 künstliche Kniegelenke implantiert. Hinzu kommen Schulter-, Ellenbogen- und Fingergelenke sowie Sprung- und Großzehengrundgelenke. © hil/aerzteblatt.de
